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Kompetenzorientierung

Der Lehrplan 21 stellt transparent, verständlich und nachvollziehbar dar, was die Schülerinnen und Schüler wissen und können. Aus diesem Grund werden die Ziele im Lehrplan 21 in Form von Kompetenzen beschrieben. In der Regel beginnen die Beschreibungen mit „Die Schülerinnen und Schüler können ...“.

Damit wird signalisiert, dass der Lehrplan nicht bereits erfüllt ist, wenn der im Lehrplan aufgelistete Stoff im Unterricht behandelt wurde, sondern erst dann, wenn die Kinder und Jugendlichen über das nötige Wissen verfügen und dieses auch anwenden können.
Hinter diesem Grundsatz steht ein Lern- und Unterrichtsverständnis, auf dem zum Teil auch heutige Lehrpläne bereits aufbauen. Es wird in der Grund- und Weiterbildung der Lehrpersonen seit längerem vermittelt und liegt auch neueren Lehrmitteln zugrunde.

In der Berufsbildung orientieren sich die neueren Verordnungen und Bildungspläne an Kompetenzen; dieses Konzept ist dort breit akzeptiert und hat sich bewährt. Die Kompetenzorientierung beinhaltet daher keinen Paradigmenwechsel. Nach dem Verständnis von Kompetenz, das dem Lehrplan 21 zugrunde liegt, werden Kompetenzen immer in einem inhaltlichen Kontext erworben. Fachliche wie auch überfachliche Kompetenzen basieren auf Wissen und Verstehen. Der Lehrplan weist dieses aus.

In der Diskussion um den Lehrplan 21 geäusserte Befürchtungen, mit dem Lehrplan 21 würde der Erwerb von Wissen an Bedeutung verlieren, sind unbegründet.
Weitere Informationen zur Kompetenzorientierung finden sich in der Einleitung zum Lehrplan 21 im Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis. Dort finden sich auch Aussagen zum Bildungsverständnis, das dem Lehrplan 21 zugrunde liegt.